fbpx
  • Steuerberatung für Frauen

    Steuerberatung für Frauen: Tipps zur Steuererklärung

    Steuerberatung für Frauen: Tipps zur Steuererklärung

    2019 sind bei der Steuererklärung einige Neuerungen in Kraft getreten. Ein guter Anlass, um dir ein paar Tipps rund um die Einkommensteuererklärung 2019 zu geben. Denn besonders in Sachen Absetzbarkeit von Geldanlagen und Renditen herrscht oft Unklarheit darüber, wie man was genau im Formular angeben muss.

    Was sich 2019 bei der Steuererklärung ändert

    Seit diesem Jahr gilt eine verlängerte Abgabefrist für die Einkommenssteuererklärung. Seit 2019 musst du deine Steuer nicht mehr bis Ende Mai abgegeben haben, sondern kannst dir bis 31. Juli Zeit lassen. Sollte dir auch dieser Termin nicht ausreichen, kannst du, wenn du einen zulässigen Grund angibst und bei deinem örtlichen Finanzamt bis spätestens 31.07. einen Antrag stellst, die Abgabe um bis zu 2 Monate verschieben. Wenn du deine Steuererklärung in die Hände eines Profis übergibst, hat dieser sogar noch länger Zeit. In dieser Hinsicht kann sich die Einkommenssteuererklärung über einen Steuerberater also lohnen.

    Vorsicht: Wer die Fristen zur Abgabe oder für den Verlängerungsantrag nicht einhält, muss mit einem Säumniszuschlag rechnen. Diese Strafzahlung kann bis zu 10 % des Steuerbetrages oder maximal 25.000 Euro betragen und ist zusätzlich zu den Einkommenssteuern fällig.

    Ebenfalls seit Anfang 2019 ist die Steuervorschrift § 173a AO in Kraft. Die besagt, dass das Finanzamt Steuererklärungen ändern oder aufheben muss, wenn dir nachträglich noch Rechtschreibfehler oder Zahlendreher auffallen.

    Tipps für die Einkommenssteuererklärung

    Hinweis!
    Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung. Bei Fragen, Unsicherheiten und legalen Tipps zur Steueroptimierung, wende dich bitte an den Steuerberater deines Vertrauens.

    FinMarie darf aus gesetzlichen Gründen keine Steuerberatung für Frauen anbieten. Aber ein paar allgemeine Tipps zur Steuererklärung dürfen wir dir natürlich mit auf den Weg geben.

    Haushaltsnahe Dienstleistungen geltend machen

    Was versteht man unter diesem sperrigen Begriff? Das sind Ausgaben, die du etwa aufgrund von Reparaturen oder Wartungsarbeiten an und im Haus hattest, zu deren Durchführung du einen Handwerker beauftragen musstet. Die Kosten für dessen Dienstleistung kannst du zu 20 % von der Steuer absetzen. Das gilt übrigens auch dann, wenn du zur Miete wohnst und dein Vermieter in der Nebenkostenabrechnung Handwerkerarbeiten am Gebäude auf dich umlegt.

    Ein weiterer Posten, den du als haushaltsnahe Dienstleistung zumindest anteilig vom Fiskus wiederbekommen kannst, ist etwa dein Nebenkostenanteil für den Hausmeister oder deine Ausgaben für eine Putzfrau oder Reinigungsfirma, die dein Zuhause regelmäßig säubert.

    Werbungskosten absetzen

    Wusstest du, dass du ein Arbeitszimmer steuerlich absetzen kannst? Egal, ob du dein Home Office zur täglichen Arbeit als Selbstständige oder als ortsunabhängige Angestellte nutzt, bis zu 1.250 € kannst du dir für dein Arbeitszimmer Zuhause über die Werbungskosten wiederholen.

    Das trifft genauso auf Büromobiliar und Arbeitsutensilien zu, die du dir auf eigene Kosten anschaffen musst. Knapp 500 € kannst du für eine berufsbedingte Anschaffung von Arbeitsmitteln über die Werbungskosten von der Steuer absetzen.

    Auch einen Umzug kannst du unter Umständen bei der Einkommenssteuererklärung angeben und dir die Kosten anteilig als Werbungskosten erstatten lassen. Das ist etwa dann der Fall, wenn du aus beruflichen Gründen umgezogen bist oder auch dann, wenn es dich nach einem Umzug näher an die Arbeitsstelle verschlagen hat – auch, wenn das vielleicht nicht der Beweggrund für deinen Wohnungswechsel war. Verringert sich deine Anfahrt zur Arbeit durch einen Umzug um mindestens eine Stunde, darfst du die Kosten dafür unter den Werbungskosten verbuchen.

    Sonderausgabeposten Kind

    Ein Steuerposten, der dich vor allem als Mutter interessieren dürfte: Du kannst dein Kind steuerlich absetzen. Also, natürlich nicht dein Kind an sich, aber du kannst für seine Betreuung und Bekleidung Geld vom Staat zurückbekommen, wenn du die Kosten für Kleidung, Kita, Tagesmutter oder Au-pair, sowie Hausaufgabenbetreuung Zuhause als Sonderausgaben in der Steuererklärung anführst. Für jedes deiner Kinder kannst du bis zu 4.000 € als Sonderausgabe absetzen und so die Höhe deiner Einkommenssteuer senken.

    Einnahmen aus Investments und Geldanlagen absetzen

    Was unbedingt auch in die Sonderausgaben deiner Steuererklärung gehört ist deine Altersvorsorge. Für deinen Riestervertrag kannst du dir etwa bis zu 2.100 € pro Jahr rückerstatten lassen. Erteile deinem Riester-Anbieter also unbedingt schriftlich die Einwilligung, dass er deine Daten an das Finanzamt übermitteln darf. Denn nur, wenn die dort vorliegen, kannst du deine Riester-Beiträge steuerlich absetzen.

    Hast du neben einer Riester-Rente noch weitere Vorkehrungen für deine Altersvorsorge getroffen und Geld in Aktien, ETFs oder gar Immobilien investiert? Dann kannst du unter anderem auch diese Einnahmen bei der Einkommenssteuer absetzen. Sofern du mit den Gewinnen aus deinen Investments unter den abgeltungssteuerpflichtigen 25 % bleibst.

    Du darfst etwa Zinsen für einen Baukredit als Werbungskosten absetzen, wenn du in eine Immobilie zur Kapitalanlage erworben hast. Als Fondssparerin, Aktienbesitzerin oder ETF-Sparplanerin darfst du unter anderem auch die Gebühren für die Depotführung in der Einkommenssteuererklärung als Werbungskosten anführen und absetzen. Ebenso wie eventuelle Ausgabeaufschläge beim Kauf und Verkauf von Wertpapieren, sowie für die Vermögensverwaltung.

    Überschreiten deine Einnahmen aus Geldanlagen den steuerfreien Pauschalbetrag in Höhe von 801 € für Ledige und 1.602 € für Verheiratete, kannst du deine Ausgaben nicht mehr in der Einkommenssteuererklärung als Werbungskosten geltend machen, sondern bist abgeltungssteuerpflichtig. 2018 ist für Investments ein bisschen an der Regelung zur Absetzbarkeit von Aktienfonds und ETFs gedreht worden, sodass inländische und ausländische Investments nun gleichermaßen besteuert werden.

    Der Clou: Die Bank, bei der du dein Depot angelegt hast, macht das automatisch. Wenn du deiner Bank einen Freistellungsauftrag erteilst, führt sie die fällige Abgeltungssteuer ans Finanzamt ab, sobald die Einnahmen aus deinen Investments den jährlichen Freibetrag überschreiten.

    Ein Beispiel:

    Gehen wir mal davon aus, du bist ledig und hast über deine Investments einen Ertrag von 1.500 € gemacht. Davon ziehst du den Sparerfreibetrag von 801 € ab und erhältst die steuerpflichtige Restsumme von 699 €. Die Abgeltungssteuer liegt dann bei 174,75 €. Zusätzlich wird dir noch ein Solidaritätszuschlag von 5,5 % abgezogen, das sind 9,61 €. Dein Gewinn abzüglich der Steuern beläuft sich dann noch auf 514,64 €.

    Mehr darüber, wie du Kapitalvermögen und Investitionen bei der Einkommenssteuer angeben musst, um kein Geld zu verschenken, können dir unsere Finanzexpertinnen gerne bei einem kostenlosen Beratungstermin verraten. Gerne stehen sie dir in allen Fragen rund um deine Investment-Möglichkeiten und Wege zur Steueroptimierung mit Rat und Tat zur Seite:

    Kontaktiere uns

    Fazit: Steuerberatung für Frauen

    Bevor du an den Formalitäten der Einkommenssteuererklärung zu verzweifeln drohst, wende dich gegebenenfalls an eine Anlaufstelle in deiner Stadt. Es gibt in fast jeder größeren Stadt kostenlose Steuerhilfevereine, aber mitunter kann auch ein Steuerberater dir gute Dienste leisten. Denn der weiß ganz genau, welche Einnahmen du in welcher Höhe und Form absetzen kannst.

    Auch online gibt es viele nützliche Tools und Seiten, die helfen, dass du dir mit dem Bürokratendeutsch auf dem Steuererklärungsformular leichter tust. Und nicht zuletzt sind Steuersoftwares eine tolle Alternative, um Kosten zu sparen und sich besser zurecht zu finden. Denn dort werden auch Beispiele gegeben und Infofelder eingeblendet, welche Einnahmen und Ausgaben in welche Anlage und welches Feld der Steuererklärung gehören.

    Wichtig ist nur: Um wirklich von allen absetzbaren Posten profitieren zu können, solltest du über alle Einnahmen und vor allem Ausgaben Belege haben. Quittungen und Rechnungen sind schon ein guter Anfang. Aber noch besser sind Nachweise über getätigte Überweisungen, etwa an die Kita, den Handwerker oder den Büromöbellieferanten.

    Weitere Tipps für Frauen von Frauen und Infos über Finanzen, Investments und Altersvorsorge findest du regelmäßig auf dem FinMarie Blog – und mit einem Abo kriegst du jeden neuen Beitrag direkt ins E-Mail-Fach.

    Blog-Abonnements

    Blog-Abonnement via eMail

    Please wait...

    Geschafft! Ab sofort erhältst du alle unsere Blog-Updates bequem in dein Postfach.

    Steuerberatung für Frauen: Tipps zur Steuererklärung
    5 (100%) 1