fbpx
  • Wie Kinder Finanzen lernen Blogtitelbild

    Tipps, wie Kinder Finanzen lernen

    Tipps, wie Kinder Finanzen lernen

    Wie so vieles im Leben, müssen wir Menschen auch den Umgang mit Geld erst lernen. Als Kind ist Geld, sind Preise, Einnahmen und Ausgaben viel zu abstrakt, um die größeren Zusammenhänge auf Anhieb verstehen zu können. Da ist es an uns, als Mütter, zuzusehen, dass unsere Kinder mit Geld umgehen lernen. Aber wie stellt man das am besten an? Und wann sollte man damit beginnen?

    Grundlegendes dazu, Kindern Umgang mit Geld beizubringen

    Von wem, wenn nicht von uns, können Kinder den Wert von Geld verstehen lernen?! Und damit anzufangen, geht am besten, wenn man es so früh wie möglich versucht. Es ist wohl wenig überraschend, dass Kinder, die in Haushalten aufwachsen, in denen Geld eher knapp ist, früher mit dem Thema in Berührung kommen, als Kinder aus Familien, die finanziell keine Not leiden. Denn dort müssen Kindern Wünsche öfter verwehrt werden, mit der Begründung, dass kein Geld dafür zur Verfügung stünde.

    Und laut Sozialpädagogen ist das genau die richtige Strategie. Geldprobleme oder finanzielle Engpässe vor den Kindern verbergen zu wollen, hat keinen pädagogischen Nutzen. Stattdessen sollte man seinem Kind, ohne es zu überfordern, ein Bewusstsein für Kosten und finanzielle Grenzen beibringen. Das bedeutet auch, selbst, wenn man keine finanziellen Sorgen hat, dem Kind nicht bedingungslos alles zu kaufen. Stattdessen sollte man klare Grenzen ziehen. Anhand von altersgerechten Rechenbeispielen funktioniert das Aufzeigen ganz gut.

    Damit Kinder Umgang mit Geld lernen, raten Experten außerdem, sich das Taschengeld zunutze zu machen. Das heißt, das Kind bekommt nicht, mal hier, mal da, einen Euro zugesteckt, um sich Etwas zu kaufen, sondern es gibt einen festen Tag in der Woche, an dem es sein Taschengeld erhält. So lernt es, seine Einkünfte einzuteilen oder eben auch mal anzusparen, wenn das Objekt der Begierde etwas mehr kostet, als die monatliche Taschengeldquote. Im Idealfall beginnt man mit dieser Erziehungsstrategie übrigens schon vor der Einschulung.

    Mit einem Euro pro Woche ist schon ein guter Anfang gemacht, damit Kinder mit Geld umgehen lernen. Der Vorteil dieser Regelmäßigkeit: Das Kind lernt nicht nur, sein Geld bewusst einzusetzen, sondern überdies auch Geduld — dass es eben mitunter mal ein bisschen dauert, bis man sich Wünsche erfüllen kann — und vor allem, dass Geld auch mal knapp werden kann und nicht immer ohne weiteres verfügbar ist. Das schult ganz nebenbei ein besseres Verständnis dafür, wenn du als Mutter auch mal sagen musst: Dafür ist kein Geld da.

    3 konkrete Tipps, wie Kinder Finanzen lernen

    Kinder und Geld ist so eine Sache. Denn sie lernen einerseits ganz unbewusst von dir, sehen, wenn du beim Einkaufen Preise vergleichst, ein Haushaltsbuch führst und hören, wenn und wie du über Geld redest. Andererseits brauchen sie auch aktive Unterstützung, um den Umgang mit Geld zu lernen. FinMarie verrät dir hier, wie du das am besten angehst.

    1. Tipp: Über Geld spricht man eben doch!

    In Deutschland allgemein spricht man nicht über Geld. Das ist ein ungeschriebenes Gesetz. Und gerade bei Frauen scheinen Themen wie Geld, Vermögen und Finanzen etwas “Schmutziges” anzuhaften. Doch in Sachen Kinder und Geld, kommst du nicht umhin, dieses allgemein gültige Schweigeklausel zu brechen. Durch offene Kommunikation lernt dein Kind den Wert von Geld besser kennen und die Wichtigkeit von Finanzen zu verstehen. Und es baut die Scheu davor ab. Im besten Fall wächst es mit einem gesunden Verhältnis zu Finanzen auf — das wäre ja zu wünschen, oder?!

    2. Tipp: Bleib konsequent beim Taschengeld

    Mit Taschengeld können Kinder Finanzen lernen. Im Vorschulalter wird ein Euro pro Woche empfohlen, ab der zweiten Klasse darf mit jedem neuen Schuljahr um einen Euro aufgestockt werden. Nach dem Wechsel in die höhere Schule, solltest du damit beginnen, das Taschengeld monatlich auszuzahlen. Doch mindestens genauso wichtig wie die Regelmäßigkeit der Taschengeldauszahlung ist auch die kindgerechte Höhe und vor allem deine Konsequenz. Was heißt das für dich konkret?

    1. Das Kind darf selbst entscheiden, wofür es sein Geld ausgibt. Selbst, wenn es die ersten paar Euro direkt auf den Kopf haut, so kann es eine wichtige Lektion lernen, wenn dann nämlich nichts mehr übrig ist, um sich etwas Anderes zu kaufen.
    2. Taschengeldentzug, -kürzung oder Extraaufschlag, um das Kind zu bestrafen oder zu belohnen sind tabu. Dein Chef streicht dir ja auch nicht gleich das Gehalt, nur, weil du ein Mal zu spät gekommen bist.
    3. Damit kleine Kinder Finanzen lernen und sich das Wissen nachhaltig verankern kann, solltest du ihnen keine Vorschüsse oder Kredite gewähren. Auch dein Kind schon etwas älter ist und die Basics im Umgang mit Geld kennt, sollte es die Ausnahme bleiben.

    3. Tipp: Geld sparen ist ein Kinderspiel

    Von Kindern, die gerade ihren ersten echten Kontakt mit Geld haben, kann man nicht erwarten, dass sie die Idee hinter dem Sparen verstehen. Doch es gibt Möglichkeiten, das kindgerecht zu fördern. Hier darfst du unseren 1. Tipp nicht vernachlässigen, denn Reden ist auch beim Sparen lernen das Schlüsselelement: Vereinbare mit deinem Kind, dass Geldgeschenke (der heimlich zugesteckte Fünfer von Oma, Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke) zumindest anteilig in der Sparbüchse gesammelt werden. Vielleicht die Hälfte, vielleicht ein Viertel. Auch, wenn das Konzept “Sparen” sich deinem Kind nicht erschließt, liegt der Spaßfaktor hierbei im Vordergrund. Denn Klimpergeld in die Spardose zu werfen macht den meisten Kindern einfach Spaß und das rasselt dann ja auch so schön… Ist die Sparbüchse voll oder steht der Weltspartag an, bringt das angesparte Geld gemeinsam zur Bank. Nutze die Gelegenheit direkt, um deinem Kind zu erklären, dass das Geld nicht weg ist, sondern der Mann oder die Frau auf der Bank daraus sogar mehr macht.

    Möchtest du wissen, wie du das Geld deines Nachwuchses ganz gezielt vermehren kannst? Dann kontaktiere unsere Finanzexpertinnen zum Thema Geldanlage für Kinder — wir helfen dir sehr gerne. Nicht nur von Frau zu Frau, sondern von Mutter zu Mutter.

    Kontaktiere uns!

    Willst du nicht nur, dass deine Kinder Finanzen lernen, sondern willst auch selbst dein Wissen über Geld, Altersvorsorge und Anlagemöglichkeiten vertiefen? Dann abonniere unsern Finanzblog, der dich regelmäßig mit neuen Infos und spannenden Artikeln über Frauen und Finanzen versorgt:

    Blog-Abonnements

    Blog-Abonnement via eMail

    Please wait...

    Geschafft! Ab sofort erhältst du alle unsere Blog-Updates bequem in dein Postfach.

    Rate this post